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Mehr Zeit in der Elternzeit

Gastgeberin
Isabell Prophet

Die große Angst, die viele Menschen vom Kinderkriegen abhält, ist der Mythos, man habe nie wieder Zeit für irgendwas. Aber so ist es nicht.

Wir haben Zeit. Wir müssen sie nur wahrnehmen und gestalten. Und dafür ist etwas sehr Unpopuläres ganz entscheidend: Wir müssen lernen, unsere eigene Zeit zu priorisieren. Das wird nur gelingen, wenn wir unseren eigenen Bedürfnissen einen Wert zusprechen. Und ihnen vertrauen.

Ich habe in meiner Elternzeit ein Projekt gestartet, um mir mehr Freiraum zu verschaffen. Echten Freiraum, in dem ich mich um nichts kümmern musste. Zeit, in der ich selbst entscheiden konnte, was ich machen wollte. Und die ich dann so gestaltete, dass sie meiner Erholung diente.

In dieser Episode erzähle ich zum ersten Mal von meinen Ergebnissen.

Ihr erfahrt:

  • Wie ihr echte Freizeit erkennt
  • Wie ihr mehr Zeit schafft
  • Wie ihr nach euren Bedürfnissen lebt

Die Fragen der Bestandsaufnahme:

Ich teile das Elternzeit-Leben ein in drei Kategorien:

1. Die Rahmenbedingungen deines aktuellen Lebens: Was passiert tagsüber wann? Wenn du anfängst, dein Baby und eure Abläufe zu beobachten, wirst du eventuell eine Regelmäßigkeit entdecken.

2. Die Pflichten in deinem Haushalt: Was muss getan werden? Und was davon von dir?

3. Deine Wünsche: Was willst du machen? Worauf hast du Lust?

Alle diese Dinge werden sich während der Elternzeit immer wieder verändern. Das ist in Ordnung. Nur wenn du weißt, was zu tun ist und was du willst, kannst du ein Gleichgewicht schaffen, das für dich funktioniert. Eines, das dich entspannen lässt. Und eines, das du wieder aufgibst, wenn es nicht mehr passt.

Niemand macht 20 Monate lang immer das Gleiche. Auch nicht neun Monate oder zwölf oder drei Jahre. Das Leben ist im Fluss und so sind es auch unsere Wünsche. Ich erzähle mal von mir: Wir hatten erst einen Kita-Platz, als meine Tochter 17 Monate alt war. Also war ich, Mutterschutz und Krankheit eingerechnet, mehr als 20 Monate zuhause. Nicht die ganze Zeit allein natürlich, mein Freund war fünf Monate zu Hause und zwei Monate in Teilzeit. Ein paar Beobachtungen zu den drei Kategorien: 

1. Die Rahmenbedingungen: Schlafzeiten des Kindes ändern sich alle paar Wochen fundamental. Je älter es wird, desto stabiler ist ein Muster – aber es gibt immer wieder Phasen ohne Muster.

2. Die Pflichten: Anfangs mussten wir nie staubsaugen – später täglich. Erst begann die Kleine, zu krabbeln. Und dann damit, überall Sand zu verteilen.

Und 3., die Wünsche: Zu Beginn der Elternzeit wollte ich in meiner Freizeit ausschließlich arbeiten. Erst später wünschte ich mir echten Freiraum: etwas lernen, etwas gestalten.

Gebt mir in den Kommentaren gern Feedback zu dieser Episode. Wenn sie euch gefällt und wenn ihr Lust darauf habt, erzähle ich in einigen Wochen mehr von dem, was ich gelernt habe.

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Isabell Prophet

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