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Genug haben (und Freiheit)

Folge 53

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Wir sind zu voll, um frei zu leben. Die Wohnungen und Häuser, die Warenkörbe in Shoppingapps, die Briefkästen, die Lieferwagen mit all unserem Krempel. Und das ist nicht nur eine Frage von Zeug. Es ist auch eine Frage des Geldes. 

Freiheit, Kreativität und Glück finden wir erst, wenn wir bewusster leben. Die Menschen sagen, sie müssten reiche Eltern haben, um sich Kreativität leisten zu können. Ich würde sagen, wir sollten alle viel weniger ausgeben. Denn wenn wir ehrlich sind, dann haben wir genug. Frugalismus dient der Kreativität. Und Frugalismus schenkt Freiheit. Darüber spreche ich in der neuen Folge RUSH HOUR.

Ich schreibe über moderne Arbeit. Ich kenne mich damit ziemlich gut aus, weil ich mit seit Jahren damit befasse. Ungefähr alle zwei Wochen erscheinen Diskussionsbeiträge von mir, in denen ich zur Debatte einlade. Oft geht es um Arbeitszeit, Organisation, Strategie und Fairness. Und in jeder Woche veröffentliche ich Texte zur Wissenschaft der Arbeit, spreche mit Expertinnen und verbreite Wissen. 

Das klingt toll, oder? Es macht super viel Spaß und es gibt da draußen jede Menge Leute, die mich dafür hassen. 

Hass ist großes Wort. Aber sie hassen mich wirklich. Ich will jetzt nicht die Beleidigungen aufzählen, mir ist ein bestimmter Aspekt wichtig. Denn ein Vorwurf wiederholt sich: So modernes Zeug könne ja nur schreiben, wer reiche Eltern habe.

Ich möchte mich dann am liebsten lang und breit rechtfertigen, denn ich habe keine reichen Eltern und fühle mich von diesen Aussagen massiv angegriffen. 

Was aber wahr ist: Ich arbeite als Selbstständige freier, als Festangestellte mit fixen Stunden es tun. Ich verdiene weniger als andere mit meiner Ausbildung. 

Und ich gebe weniger Geld aus. Weil ich irgendwann einfach genug hatte. Und das führt zu Kreativität und Freiheit, Unabhängigkeit – und es gibt mir Sicherheit. Heute erzähle ich etwas über mein Verhältnis zum Geld und darüber, wie es sich gewandelt hat. Ich beginne am Anfang:

Herkunft

Ich bin nicht reich geboren. Im Gegenteil. Noch dazu ist mein Vater früh gestorben. Meine Mutter und ich hatten kein Geld, wir hatten Minusgeld. Schulden aus dem Hauskauf, bis ich ein Teenager war, dazu ein geringes Einkommen. Es war immer genug zum Leben und es war nie genug, um in einer konsumgeprägten Welt dazuzugehören. Kein Geld zu haben soll angeblich den Charakter stärken, aber das tut es nicht. Kein Geld zu haben, lähmt. 

Ich habe mit 14 angefangen, zu arbeiten, und das war sicherlich gut für mich. Aber es war auch eine Anstrengung, die andere Menschen nicht hatten. Ich habe auch eine Freundin, die in einer ähnlichen finanziellen Situation aufwuchs. Sie arbeitete hart, um in ihrem Freundeskreis nur mithalten zu können, da ging es nicht um einen Konsum, der ihre Bedürfnisse überstieg. Es ging nur um Zugehörigkeit. Sie arbeitete zum Schluss so viel, dass sie in mehreren Anläufen ihren Schulabschluss nicht schaffte. 

Kein Geld zu haben führt manchmal dazu, dass man auch weiterhin keines hat. 

Geld war für mich immer etwas, das ich mir erkämpft hatte. Ich hatte Abitur gemacht und als Erste in meiner Familie studiert. Ich musste während dem Abitur und dem Bachelorabschluss kein Geld verdienen, weil meine Mutter klug gewirtschaftet hatte, um mich zu unterstützen.

Aber zu allen anderen Zeiten habe ich gearbeitet. 

Ich verdiente gut. 

Und ich gab viel aus. 

Ich gab immer mehr aus, je mehr ich verdiente. 

Ich gab alles aus

Für meine Ausbildung an der Henri-Nannen-Journalismusschule habe ich dann einen Kredit aufnehmen müssen. 5000 Euro, was für viele Menschen nicht nach viel klingen mag, für mich aber unglaublich viel war. Es dauerte lange, bis ich diese Summe zurückgezahlt hatte. Ich bezahlte sie nicht vom ersten Buchvorschuss, denn den brauchte ich für andere Ausgaben. Ich bezahlte sie nicht von meinen inzwischen sehr ordentlichen Texthonoraren, denn die brauchte ich auch. Ich stotterte die Schulden ganz langsam ab.

Ich verdiente gut, aber ich brauchte mein ganzes Geld. Fürs Fahrrad, für die Wohnung, für Kleider und Reisen, für Computer und Personaltraining. Wer mit der Erfahrung aufwächst, kein Geld zu haben, der bestätigt sich seinen Wert später damit, Geld auszugeben. Nichts darf mehr auf das Vergangene hindeuten. Keine kaputten Schuhe mehr, keine Pullover, die nicht richtig passen, in die man aber vielleicht irgendwann noch reinwächst. Nicht mehr das günstigste, sondern nur noch das Beste von allem. 

Es geht vielen Menschen so, die mit wenig aufwachsen, aber mit reicheren Kindern zur Schule gehen. Wir sehen, was die anderen haben und was für uns unerreichbar ist. 

Es tut weh.

Aus der Erfahrung, nicht genug zu haben, habe ich gelernt, immer mehr haben zu müssen. Mehr essen und dann wieder nichts essen, auch das war ein Exzess. In späteren Jahren habe ich mehr getrunken. Mehr gekauft. Ich bin weiter gereist, habe mehr gearbeitet, von allem mehr und zu viel und von nichts jemals genug. 

Konsum ist Selbstbestätigung

Lange Zeit war der Konsum meine Freiheit und meine Bestätigung. Ich hatte es geschafft, den Schulden entkommen und dem geringen Einkommen meiner jüngeren Jahre. Ich sah es an meinem Haushalt. Ich sah es in meinem Kleiderschrank. Ich sah es in den Weinflaschen, im guten Essen, in Flugtickets.

Und irgendwann hatte ich genug gesehen. Unser Haushalt war vollgestopft, ich entrümpelte, ich trennte mich, ich befreite uns und dann kaufte ich neues Zeug aber es half alles nichts. Selbst Mari Kondo sagt, wer ausmistet kann Neues kaufen. Aber in diesem „Mehr“ liegt nicht die Freiheit, die wir für ein kreatives oder glückliches oder auch nur zufriedenes Leben brauchen. 

„Mehr“ verursacht Druck. 

Und ich hörte auf. Ich hatte schon einige Jahre zuvor angefangen, Geld anzulegen und dieser Investitionskonsum wurde wichtiger für mich. Ich sparte mein Geld und lernte, mich daran zu erfreuen. Ich gewöhnte mir in einem langsamen Prozess die Shopping-Apps ab. Es tat nicht einmal weh. Es fühlte sich gut an. Ich gab kein Geld mehr aus und ich fühlte mich stark dabei. Später in diesem Jahr hatte ich einen Rückfall, aber ich hatte auch gelernt. Und ich kehrte dazu zurück, mich selbst vor meinen Impulsen zu schützen. So lehrte ich mich, ein Gefühl für das zu entwickeln, was ich wirklich haben wollte. Und was nicht. 

Dieses „was nicht“ ist wichtig, denn alle diese nein-aber-doch-Dinge in unserem Leben belasten uns. Sie erinnern uns an dumme Entscheidungen und sie fragen immer wieder: Willst du mich nicht doch probieren? Probier mich, wenn du mich doch magst, dann war ich kein Fehler! Du kannst dir selbst Absolution erteilen. Nimm mich. 

Also habe ich sie probiert und manchmal war es doch gut, manchmal aber auch nicht und ich hatte nie etwas daraus gelernt. Bis ich es irgendwann doch lernte. Weil der Druck zu groß geworden war. Die Enge in meinem Zuhause, die ich nicht mehr ertrug. Wir feiern unsere Errungenschaften aber klüger wäre es, zu feiern, was schon gut ist in unserem Leben. Und ja klar, das dürfen auch schicke-aber-unbequeme Schuhe sein. Es geht im Leben nicht darum, perfekt zu entscheiden. Aber bewusst entscheiden, das sollte ja wohl drin sein. Und das ist leichter, wenn wir uns weniger vollstopfen. 

Ich verdiene vergleichsweise wenig

Neulich hat mir – wieder einmal – jemand ungefragt mitgeteilt, ich könne mein Berufsleben nur hobbymäßig ausüben. Denn viel könne ich ja nicht verdienen. Nach sieben Jahren Selbstständigkeit und mit den ersten Falten einer 35-Jährigen im Gesicht höre ich das nicht mehr so oft wie früher, aber ab und zu höre ich es noch. Und es macht mich sauer. Denn ich nehme meine Arbeit ernst, genauso wie mein Einkommen.

Tatsächlich verdiene ich als freiberufliche Autorin weniger, als die meisten anderen in meinem Umfeld. Es wäre mehr, wenn ich noch Unternehmen und Redaktionen beraten würde, wie ich es einige Jahre lang getan habe. Aber das würde mir zu viel von der gedanklichen Freiheit wegnehmen, die ich als Autorin brauche.

Mein Einkommen liegt recht nah beim deutschen Median, bei ungefähr 30 Stunden Arbeit in der Woche. Das ist weder viel noch wenig. Es ist für den Moment einfach: in Ordnung. 

Aber mit Wirtschafts-Master of Science, Zeitungsvolontariat und Ausbildung an der besten Journalistenschule Deutschlands kann man das durchaus zu wenig finden. Es nagt ein wenig an mir. Ich habe das Potential, viel zu verdienen. Ich schöpfe es aber nicht aus. 

Aber mein Geld reicht mir. 

Mein etwas geringeres Einkommen ist der Preis, den ich dafür zahle, mein Geld mit dem Schreiben zu verdienen. Nicht, weil ich dafür zu wenig Geld verlangen würde. Ich lasse mir meine Arbeit gern gut bezahlen, ich mache sie schließlich auch gut. Ich verdiene trotzdem weniger, weil ich auf diesem Level nicht die ganze Zeit arbeiten kann. Ich brauche mehr Zeit für Weiterbildung, als andere Menschen sie brauchen. Ich brauche Zeit, um mit Menschen zu sprechen, die mir ihre Geschichten erzählen und mich inspirieren. Ich brauche Zeit zum Denken.

In dieser Zeit verdiene ich kein Geld und ich habe entschieden, dass das in Ordnung ist. Weil es meine Arbeit besser macht und weil ich mit meiner Arbeit die Arbeit anderer besser machen kann. 

Diese Wahl kann ich treffen, weil ich Konsum durch Kreativität ersetzt habe. Das klingt abgehoben, ich weiß. Aber tatsächlich ist es ein einfacheres Leben. Ich kaufe weniger und kann mir deshalb mehr Freizeit erlauben. Es ist, als würde ich von einer Firma für einen Geldschein eine Stunde Freiheit kaufen. Nur, dass ich diesen Geldschein vorher nicht versteuern muss.

Ich hatte mir mein Einkommen früher auch anders vorgestellt. Geld hat für mich immer Freiheit bedeutet. Sicherheit. Unabhängigkeit. 

Und erstaunlicherweise ist nichts davon wahr. 

Freiheit

Ich bin nicht freier, wenn ich mehr Geld verdiene. Denn ich muss es ja weiterhin verdienen. Ich bin nicht freier, wenn ich mehr Möglichkeiten beim Konsum habe. Denn das ganze Zeug muss irgendwo hin und es will benutzt werden genutzt und getragen. Das ist anstrengend! 

Ich spreche nicht davon, nichts mehr zu kaufen. Esst gut, zieht euch schön an, reist, ich mache das auch alles. Kein Mensch sollte einen Zwang ausüben auf die Entscheidungen anderer, auch nicht, wenn es um Konsum geht, auch nicht, wenn wir denken, es sei zu deren Besten. 

Aber: Ich habe mein ganzes Erwachsenenleben lang Geld für Dinge ausgegeben, die mich trösten sollten. Meine Jeans, meine Kleider, meine Schuhe, mein Wein. Meine Leggings sollten mich schneller machen. Mein Mantel mich eleganter. Der nächste Mantel auch. Der nächste Mantel auch. Der nächste Mantel auch. Es hört niemals auf. Ich habe eine Wohnung voller Dinge, die irgendetwas mit mir tun sollten oder für mich aber das tun sie nicht, das muss ich selbst machen und das kann ich nicht, weil ich ein Lagerhaus geschaffen habe, das verdammt verwaltungsintensiv ist. Ich habe zu viel mit meinem Krempel zu tun, um zu leben. 

Das ist keine Freiheit. Das ist anstrengend. Das lässt keinen Raum für Kreativität und für diese Kreativität werde ich ja nun einmal bezahlt. Absurd eigentlich. 

Mit einem bescheideneren Leben lebt es sich günstiger und freier, gerade wenn man, wie ich, aus gesundheitlichen Gründen weniger leistungsfähig ist. Ich kann nicht so arbeiten, wie andere es tun. Meine chronische Schlaflosigkeit ist momentan zwar nur moderat, aber das ist das erste Mal in meinem Leben. Ich schreibe diese Zeilen um fünf Uhr am Morgen, weil ich seit zwei Uhr wach bin und weiß, dass vor mir kein produktiver Arbeitstag liegen wird. Jetzt oder nie mehr. Wer so schlecht schläft, der wird öfter krank. Ich habe seit dem vergangenen Sommer jede einzelne Erkältung mitgenommen. Ich bin öfter krank als meine Tochter, die die Viren aus der Kita mitbringt. Aber ich kann damit umgehen. Ich kann morgen arbeiten statt heute, ich kann etwas weniger arbeiten und dafür fokussierter. Und ich kann mich erholen, damit bald wieder bessere Zeiten beginnen, denn wenn wir uns nicht erholen, dann wird niemals irgendetwas besser.

Auch das gehört zum der Aspekt der Freiheit: Ich kann wählen, meine Gesundheit über den Druck des Verdienens zu stellen. Das geht nur, wenn ich nicht so viel Geld ausgebe, dass es mich in eine Situation drängt, in der ich mehr arbeiten muss, als mein Körper gerade aushält.

Sicherheit

Mehr Geld haben ist auch nicht sicherer, denn mit höheren Fixkosten steigt die Fallhöhe, falls aus irgendwelchen Gründen das Einkommen wegbricht. Und so, wie die Unternehmenswelt heute gestaltet ist, ist das für Angestellte auch nicht unwahrscheinlicher als für mich als Selbstständige.

Sicherheit bietet Geld nur dann, wenn wir es sparen. Und sparen können wir nur, wenn wir aufhören, so viel auszugeben. 

So lange ich einen großen Teil meines Einkommens in Dinge und Erlebnisse investierte, war es ganz egal, wie viel ich verdiente. Es war nicht genug da, um zu sparen, denn ich hatte es ja ausgegeben und es war weg.

Und als ich das bleiben ließ, konnte ich sparen. Dieser Mechanismus ist auf mehrere Arten nachhaltig: Wer weniger ausgibt, der wird weniger brauchen, wenn das Einkommen wegbricht. Und er hat mehr übrig, um durch dieses Tal zu kommen, ohne sich einschränken zu müssen. Und das ist tatsächlich Sicherheit. Finanzielle Sicherheit können wir erst dann erschaffen, wenn wir anerkennen, dass wir längst genügend Dinge haben.

Unabhängigkeit

Aus dieser Sicherheit kann eine emotionale Unabhängigkeit folgen. Wer wenig ausgibt, der ist an weniges gebunden. Das lässt mir den Raum, anderen zuzuhören. Es lässt mir auch den Raum, mir selbst zuzuhören. Zu viel Konsum schreit uns an und er schreit nach mehr Konsum. Menschen haben Geld und deshalb brauchen sie mehr Geld.

Aber für die meisten Menschen in den meisten Lebensphasen sind die Grundbedürfnisse gedeckt. Wir leben in einem Land mit einem angenehm hohen Lohnniveau. Wir können sogar reisen, weil die meisten anderen Länder günstiger sind. Wir können uns gute Hotels leisten. Nicht die allerbesten, weil sie sich durch extreme Preisstrategien abheben. Aber gute.

Ich kenne auch einige Menschen, für die “Sachen kaufen” in der Corona-Zeit ein schönes Hobby wurde. Social Media wurde immer langweiliger, also scrollten sie durch die Seiten der Verkaufsplattformen. Und sie bestellten Zeug. Ich habe das auch gemacht, bis mir irgendwann klar wurde, dass ich mich nicht einmal mehr über die Pakete freute. Ich freute mich über den Akt des Kaufens, nahm die Pakete an, verstaute alles und wandte mich wieder der Schnäppchenjagd zu. Konsumhölle, ein ewiger Kreis aus Euphorie und Ernüchterung.

Die meisten von uns haben genug. Und bevor ihr alle Aber schreit: Ich sehe die Welt auch. Ich weiß, dass das nicht für jeden gilt. Aber wenn wir uns trauen, uns das bewusst zu machen, was wir uns selbst erschaffen haben, dann gilt doch für mich und für die meisten von euch da draußen: Es geht uns gut. Wir haben genug. Auch weniger zu haben als andere, kann bedeuten, dass es genug ist, sobald wir aufhören, auf die anderen zu schauen.

Erwachsensein ist teuer und unkreativ

Die Menschen sagen, Kinder zerstören die Kreativität und nehmen uns die Freiheit. Aber die wirtschaftlichen Zwänge eines Erwachsenenlebens wiegen schwerer. Als ich noch Schulden hatte, war ich nicht frei. Ein bisschen Kreativität hat mir der Druck gegeben. Doch Druck ist eine verzweifelte Form des Kreativseins, wenn wir aus Angst vor dem Abgrund bei höchstmöglicher Geschwindigkeit auf eine Wand zurasen. Das ist ganz lustig, geht aber nie lange gut. 

Ohne Freiheit gibt es keine Kreativität. Machen wir uns selbst von unseren Kaufimpulsen abhängig, dann sind wir Sklaven unser Frustration. Trost, Selbstbestätigung, Lohn von Mühen, all das darf Konsum sein. Aber wenn er dabei ein Ausmaß erreicht, das uns belastet, dann schaden wir uns nach einem langen Tag noch selbst, indem wir neue Pakete bestellen, die ein paar Tage später wieder verwaltet werden müssen.

Und ich habe mich gegen dieses Leben entschieden. Das ist ungewöhnlich für Menschen, die mit wenig aufgewachsen sind, dann eine gute Ausbildung genossen haben und die Chance auf hochbezahlte Jobs haben. Aber es ist das bessere Leben für mich. Es gibt mir die Freiheit, die Sicherheit und die Unabhängigkeit, auf die ich in meinem Leben bestehe. Und es lässt mir den Raum für Kreativität. Ich könnte meine Arbeit nicht machen, begäbe ich mich zurück in diese Zwänge.

Wollen wir frei leben, müssen wir uns also lösen. Die Zwänge außerhalb fühlen sich so hart an, aber viel näher sind uns die Zwänge in uns. Die Dinge, die wir zu brauchen glauben. Die Dinge, von denen wir denken, dass wir sie tun müssen. Unsere Überzeugungen, unsere Prägungen. Unsere Impulse. Frei sind wir nur, wenn wir die Disziplin haben, uns selbst den Raum zu geben, den im Leben anderer Pakete & Rechnungen beanspruchen./

Freiheit muss man sich leisten können, sagen die Leute. Aber Freiheit können die meisten Menschen sich schon dann leisten, wenn sie aufhören, Dinge zu kaufen, die sie eigentlich nicht haben wollen.

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Isabell Prophet
Rush HourFolge 53